RLA
Die Methode

Der refraktive Linsentausch (RLA) entspricht im Ablauf der Operation des Grauen Stars, dem häufigsten refraktiven Verfahren in der Augenchirurgie. In einem minimal-invasiven Eingriff werden die natürlichen Linsen entfernt, an ihre Stelle werden Ersatzlinsen implantiert, die auf Ihre individuellen Sehbedürfnisse abgestimmt sind. Wir verwenden dabei innovative Linsenmodelle, die ganz unterschiedliche Eigenschaften aufweisen, z. B. mehrere Brennpunkte, asphärische oder torische Linsen.

Je nach Linsentyp können Sie mit Ihrer Ersatzlinse in die Ferne, in die Nähe oder in unterschiedliche Distanzen scharf sehen. Eine Brille ist nach dem RLA in der Regel nur noch in Ausnahmefällen erforderlich.

Vorteile des RLA im Überblick:

  • sehr sichere, schmerzfreie Methode
  • Korrektur von Kurz- und Weitsichtigkeit, Alterssichtigkeit sowie Hornhautverkrümmung möglich
  • ambulanter Eingriff
  • kurze Behandlungsdauer
  • Gleitsichtbrille wird überflüssig
  • postoperativ weitgehende Brillenfreiheit
  • rascher Heilungsverlauf mit schneller Sehverbesserung
  • Eine Erkrankung am Grauen Star ist mit dem Linsentausch ausgeschlossen

Indikation des RLA

Wenn Sie gesund sind, können wir mit dem RLA folgende Sehfehler korrigieren:

  1. Weit- und Kurzsichtigkeit jeder Stärke
  2. Hornhautverkrümmung jeder Stärke
  3. Alterssichtigkeit, auch in Kombination mit Kurz- und Weitsichtigkeit

Vor dem refraktiven Linsentausch führen wir mit Ihnen selbstverständlich ein ausführliches Beratungsgespräch und untersuchen Ihre Augen gründlich. Erst danach können wir den für Sie individuell besten Weg zu unbeschwertem Sehen aufzeigen.

Ablauf des RLA

Wir führen den RLA ambulant in unserer Praxis durch. Bitte planen Sie für den Aufenthalt etwa zwei Stunden ein, wobei der eigentliche Eingriff nur circa 15 Minuten in Anspruch nimmt. Nach Ihrem Termin sollten Sie sich von einer Begleitperson nach Hause bringen lassen.

Der RLA läuft in drei Schritten ab:

01

Nach der örtlichen Betäubung des Auges mit Tropfen setzt der Operateur einen winzigen Schnitt am Hornhautrand, um einen Zugang zur körpereigenen Linse zu schaffen. Mit sanfter Ultraschallenergie wird die Linse zerkleinert und abgesaugt.

02

Anschließend wird die gefaltete Kunstlinse in den leeren Kapselsack implantiert, wo sie sich selbstständig entfaltet und fest verankert.

03

Der kleine Schnitt ist nach dem Eingriff selbstheilend, eine Naht ist nicht erforderlich.